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Archiv für die Kategorie ‘Netzkultur’

Homer beweist: Wahlcomputer sind gefährlich!

5. Oktober 2008 Keine Kommentare

Dass Wahlcomputer manipulierbar sind und weder Zeit noch Kosten sparen, ist ja ein alter Hut. Satire hat den Vorteil, dass sie oft mit einer Nagel-auf-dem-Kopf-treffenden Einfachheit die Kritik rüberbringt. Ein exzellentes Beispiel sind dafür die Simpsons. Man gebe sich diese Episode mit Homer beim wählen

Internet TV: Das Ende des Analogfernsehens?

5. Februar 2008 Keine Kommentare

Ewiges zappen, Werbung und ultraflache Inhalte macht das übliche Fernsehen zunehmend unattraktiv. Schon längst regiert hauptsächlich (aber bei weitem nicht nur) beim Privatfernsehen die knallharte Nachfrage des Volkes nach dem alltäglichen Stumpfsinn.  Unser Geist wird von Talkshows, Soups und Telenovelas vergewaltigt, anstatt kreativ angeregt. Bevor aber die Gesellschaft in ihrem eigenen Verlangen nach einer zu sanften Hirnmassage erstickt, bietet das Internet schon längst die Alternative. Die technischen Umsetzungen der TV-Alternativen heißen Video-Podcast, Online-TV-Recorder oder Videostream. Das neue Multitalent Miro zum Beispiel, ist eine Art aufgeblasener Videoplayer mit zahlreichen Zusatzfunktionen, dass einem kostenlosen "Internetfernseher" auf dem PC wohl am nähesten kommt.  Ebenso bietet das kostenlose Programm Zattoo direkt übliche TV-Sender aus den Bildschirm, was sonst nur mit TV-Karte möglich war. Das Programm ist aber noch recht jung, unausgereift und demnach noch im beta-Status.

Langfristig aber wird sich wohl die bequemste Version durchsetzen. Welche das sein wird und ob es eines der drei Beispiele überhaupt sein wird, bleibt noch abzuwarten. Wie man aber jetzt schon TV-Inhalte bequem per Internet selektieren kann bzw. exklusive Internetsender und Videos nach eigenem Geschmack und Vorlieben aussucht, wird in den kommenden Zeilen grob überrissen.  Mehr…

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CC lizensiertes Buch “Wissen statt Eigentum” von der BpB

10. Januar 2007 Keine Kommentare

wissen_eigentum.jpgUnd gleich noch ein Buch…. “Wissen und Eigentum” von Jeanette Hofmann ist bei der Bundeszentrale für politsiche Bildung erschienen. Es ist zwar schon einige Zeit lang drausse, ich möchte es aber trotzdem hier vorstellen. Auch wenn ich es nicht gelesen habe, ist es unabhängig vom Inhalt, der laut Titel vielversprechend klingt, empfehlenswert. Allein schon wegen der kostenlosen Verbreitung als PDF per Internet. Als Printausgabe kostet das Buch 2 Euro.

Besitzen Autoren ihre Werke? Ist Wissen ohne rechtlichen Schutz vermarktbar, verwertbar oder wertlos? Dieser Sammelband gibt in 15 Beiträgen einen Überblick über die sich wandelnde Beziehung zwischen Wissen und Eigentum. In so verschiedenen Bereichen wie der klassischen Musik, der traditionellen Heilkunde in Mexiko oder dem Handel mit den Adressdaten werden die Auswirkungen der Behandlung von Wissen als Eigentum anschaulich erläutert. Aktuell spiegelt sich das Thema wider in der Diskussion um das Urheber- und Patentrecht sowie bei Fragen des Markenschutzes.

Das Buch gibts HIER zum Download und bestellen.

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Buchvorstellung: Freiheit statt Freibier

5. Januar 2007 1 Kommentar

Buchtitel Freiheit statt FreibierSpannend, informativ und äußerst lesenswert ist das Buch vom Publizisten Edvard Viesel für jeden Menschen, der sich einen Funken für die Belange der computerisierten Informationsgesellschaft interessiert. Das Buch hat den Flair eines Gemischtwarenladens, was den Reiz aber erst richtig ausmacht. Von der Geschichte der Freien Software, über das Urheberrecht, die (alten und neuen) Lizenzen und digitale Kontrollsysteme, bis hin zur “Praxis als gelebte Selbstbestimmung”, wie es Viesel nennt, behandelt er nahezu sämtliche Aspekte des digitalen, globalen Dorfes. Diese Praxis ist nichts anderes als eine gelungene Einführung in die anwenderfreundliche Benutzung eines Linuxsystems. Mehr…

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Jamendo: Freie Musik in höchster MP3 Kultur!

30. Dezember 2006 5 Kommentare

Es ist so einfach wie genial, Jamendo.com – ein Portal für freie Musik, die ausschließlich unter Creative Commons Lizenz veröffentlich wird. Bequem kann man durch die Alben stöbern, sie direkt anhören und auch per eMule oder Bittorrent Client in akzeptabler MP3 Qualität (192kbit/s) runterladen. Alternativ wird das Freie Audiformat Ogg-Vorbis noch angeboten – es mangelt also an nichts! Natürlich variieren auch hier wieder die CC Lizenzen, während einige Künstler keine Derivate erlauben, sind viele Werke aber auch zur Weiterverwertung freigegeben. In jedemfall bleibt die Musik aber kostenlos nutzbar und vorallem legal in jeder Hinsicht! Mehr…

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YaCy – die Suchmaschine mit “political correctness”

11. Oktober 2006 Keine Kommentare

Google Logo

YaCy Wahl

Informationsfreiheit ist schon ein großes Gut. Google bietet sie in all ihrer Fülle und Formen. Bloß zu welchem Preis? “Dat kost doch nix!” – mag man meinen. Au contraire! Geld kostet die Nutzung natürlich nicht, dafür aber einen Teil der Privatsphäre. Wir bekommen quasi die Informationen zum Preis einiger persönlicher Informationen, die wir freiwillig womöglich garnicht so preisgeben wollen. “Don’t be evil” hin oder her, die eigentlich ehrenwerte Aufgabe, das Wissen der Welt zu sammeln und gleichzeitig jedem Menschen zur Verfügung zur stellen ist bei einem privatwirtschaftlichen, gewinnorientierten Unternehmen einfach nicht wirklich gut aufgehoben. Da liegt zuviel Verantwortung auf zuwenig Schultern. Viel transparenter geschieht sowas bei einer großen demokratisch-durchorganisierten Masse, die keine kommerziellen Absichenten verfolgt, wie die Peer-to-Peer Community von “Yet another Cyberspace“, kurz: YaCy. Mehr…

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Das Politikum AllofMP3.com

8. Oktober 2006 Keine Kommentare

Die Globalisierung ist das große unsichtbare Gespenst, dass um uns schwebt und allgegenwärtig ist. Sie macht es möglich, dass Firmen günstiger im Ausland Güter für den teuren eigenen Markt produzieren können. In China kostet halt ein Arbeiter eben nur 50€ die Woche, diese lästigen Umwelt- und Sozialauflagen sind auch so gut wie ausser Kraft gesetzt und Gewerkschaften haben dort sowieso nix zu sagen.
Aber wehe es ist andersrum! In Russland kostet halt ein Musikalbum in MP3 Format gerademal soviel wie ein einzelner Song bei den heimischen Musikportalen, und der Konsument freut sich über die selben marktwirtschaftliche Globalisierung, den die Global Player für die Produktion missbraucht. Da schlägt aber die Musik-Lobby Alarm! “Die zahlen uns ja nix!” Obwohl sie es eigentlich schon von Anfang an tun…. Mehr…

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CopyWHAT?! Teil 2: Copyleft

4. Oktober 2006 Keine Kommentare

Copyleft, Creative Commons, GNU-GPL… all jene neue Lizenzen und deren Begrifflichkeiten, die mit samt dem Internet entstanden, verwirren zunächst in ihrer Vielfalt ebenso wie die Mythen des konservativen Copyrights. Was wäre das Internet ohne die Fülle von Freeware, OpenSource & Co. Im “echten” Leben unvorstellbar. Als würde einem in kleinen Geschäften selbstlos die Waren geschenkt, geschieht das selbe Prinzip im Cyberspace. Mit dem kleinen Unterschied, dass die virtuellen Waren dem “Laden” ebenfalls geschenkt wurden, da die Reproduzierbarkeit keine oder wenige Ressourcen verbraucht. Oft ist Zeit die einzige Ressource. Fast jede kommerzielle Software hat ihren kostenlosen und nahezu ebenbürtigen Konkurrenten. Mehr…

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CopyWHAT?! Teil 1: Copyright

27. September 2006 Keine Kommentare

Das mit dem Kopieren im Internet und digitalen Elementen allgemein ist ja so ne Sache. Keiner darfs, jeder machts… könnte man sagen! Aber gerade als “junger” Webmaster befasst man sich mit so urtrockenen sowie widersprüchlichen aber wichtigigen Dingen wie das Urheberrecht, Verwertungsrecht und allmöglichen Lizenzen – allem voran das Copyright. Was liegt also näher, das ganze zu thematisieren.

Das Urheberrecht, das ohnehin, wie der Name schon sagt, jedem Urheber eines Werkes zusteht und automatisch nach Schaffung rechtlich greift. Das allbekannte Copyright Zeichen © weist ausdrücklich auf die bewahrten Rechte hin, ist aber heute nicht mehr notwendig extra hinzuzufügen um ein Werk zu schützen. Grundsätzlich ist auch im Internet, jeder Text, jedes Bild, jeder Quellcode urheberrechtlich geschützt und darf in keinster Weise einfach so – auch in Auszügen irgendwie kopiert werden. Die Ausnahme ist bei Texten natürlich das Zitat. Dabei muss eindeutig die Quelle angegeben sein und das Zitat muss als solches erkennbar sein. Ein aus Zitaten zusammengefügter Text wäre da schon problematisch.Bei Bildern (und Grafiken allgemein) im Internet sieht das schon ganz anders. Während in den Neunzigern ganze private Homepages im steilen Aufwind des Internets mit lustig bunten sich bewegenden “Gif-Animationen” und sonstwie bunten Homepage Elementen zugepfropft waren, wuseln heutzutage Massen von Anwälten im Internet, die mit Abmahnungen private Homepagebetreiber mit Dollar-Zeichen in den Augen abmahnen. Es gibt zwar das sogenannte “Bildzitat”, da muss aber neben den üblichen Formen eines jeden Zitates auch ein triftiger Grund vorhanden sein, das bestimmte Bild zu verwenden. Es geht also nicht, dass ich ein selbstgemachtes Bild einer Person “zitiere”, um der ganzen Welt im Internet zu beweisen, welche schlimme Hackfresse der Mensch doch hat. Bei diesem Beispiel würde man obendrein auch noch gewisse Persönlichkeitsrechte von Portraits o.ä. verletzen In der Regel ist das Bildzitat sehr zweifelhaft und bei derzeitigen gesunden Paranoia, die man im Internet haben muss, würde ich mich nicht darauf verlassen… geschweige denn auf darauf verweisen.
Ebenso darf man bei eBay aufpassen, was man wie verkauft. Text muss eindeutig der eigene sein, das Bild sowieso und WAS man da WIE anbietet, muss sowieso bedacht werden. Hier ist auch die “Konkurrenz” wachsam. Oft schon ist es vorgekommen, dass einigen privaten Verkäufern ein “gewerbliches handeln” vorgeworfen wurde. Hier ist aber leider oft der umgekehrte Fall die Realität. Viele Verkäufer geben sich als Privatverkäufer aus um sich vor den Gewährleistungen des Käufers zu drücken. Solche erkennt man aber leicht, indem man sich die Fülle der angebotenden Ware anschaut. Rechtlich ist es gerade bei eBay sehr zweifelhaft, wann jemand wirklich gewerblich handelt und wann nicht. Oft entscheidet die Intensität der Verkäufe darüber. Genaugenommen handelt derjenige gewerblich, der etwas einkauft, um es mit Gewinn wiederzuverkaufen.Das mit Argusaugen bewachte, antianonyme Internet scheint wie ein Graus für jeden kleinen, “nichtkommerziell handelnden” User, der sich oder seine Homepage lediglich mit der Fülle an Medien aus dem Internet bereichern möchte.

Klar hat das Copyright seinen Sinn und Zweck. Wer möchte schon, dass sein Werk kopiert, missbraucht und/oder vermarktet wird? Das Internet aber, indem sich Informationen rasend schnell verbreiten und den allgemeine Austausch von Kultur – sei es Musik, Meinung, Kunst und was auch immer – erst so richtig global möglich gemacht hat, scheint wohl nicht so richtig mit dem Copyright zusammenzupassen. Das alte Prinzip hat quasi ausgedient. Mehr dazu im zweiten Teil hier!

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What the hell is Neokultur?!

26. September 2006 Keine Kommentare

Zunächst mag man sich fragen, was das sein soll… Neokultur!? Schlichtweg nichts andres als ein weiteres Synonym für das Geschehen und Treiben im Internet. Vielleicht weils “hip” klingt… (neeee!) oder aber weil die domain noch frei war… (ja!) Netzkultur, Onlineaktivismus, “New Communication”, Digitalkultur, “Web 2.0″ … what ever, man nenne es wie man will. Das Internet wächst nicht nur in der Datenfülle, sondern auch an Kompetenzen und Möglichkeiten, sich gesellschaftlich und zwischenmenschlich auszutauschen. Real Life wird stets das Leben ausserhalb des Datenhighways genannt, mittlerweile aber ist beides untrennbar miteinander verschmolzen und bereichert nicht erst seit dem Chat-Blog-Forum-Sozialzeitalter. Auch wenn wir kurz davor sind, dass schlichtweg alle digitale Unterhaltungs- und Kommunikationsformen (Spiele, Software, Fernsehen, Telefon) per Internet realisiert werden, ist die Art und Weise diejenige, worüber sich Mensch und Gesellschaft Gedanken machen muss.

Vielmehr beeinflusst das Internet das soziale Real-Life, und nicht umgekehrt. Wir werden an lokalen Orten leben aber mit Menschen an verschiedenen Orten Beziehungen haben. Online versteht sich. Umgekehrt ist es sogar öfters der Fall, man lernt seinen Nachbarn, Gleichgesinnte oder Menschen vom selben Fleck mittlerweile übers Internet einfacher kennen, als in der Kneipe oder Disco. Und gerade weil das Internet mittlerweile diese gewaltige soziale Verantwortung trägt, bergen zentrale Verwaltungs- und Regulierungs- und Kommerzialisierungsversuche stets enorme Risiken mitsich.

Nicht erst, wenn ein haubentauchendes Gericht zur Ansicht kommt, dass ein Webauftritt für den Inhalt verlinkte Seiten haftet, oder Forenbetreiber für jeden geschriebenen Beitrag, Gerechtigkeitsanwälte Homepage wegen Copyrightverletzung oder private eBayer wegen “kommerziellen Handeln” verklagen, ist die virtuelle Datenfreiheit in Gefahr. Vielmehr wird alles mögliche, von Filme, Musik bis hin zu Service zwangsvermarktet. Egal ob ernsthaft ein “Email-Porto” in Erwägung gezogen wird, oder 10 Euro für ein Mp3-Musikalbun bezahlt werden soll, dass im Nutzen mehr als eingeschränkt ist.

Da kann man massig “offline” Parallelen ziehen, egal ob Ökologie, Ökonomie, Politik oder Gesellschaft, das soll aber hier im Blog weniger die Themen sein. Der virtuelle Karren ist noch nicht so weit in den Dreck gezogen worden wie der “reale”. Leider tendiert es aber in die selbe Richtung, wohl weil Gesellschaft die gleichen Prinzipien und Werte aufs Web überträgt. Dabei sind die Lösungen doch schon erfunden – wenn auch nicht immer ausgereift. Linux statt Windows, OpenSource statt “Bezahlen fürs Updaten”, Filesharing statt DRM usw usf… Es gibt viel zu diskutieren – packen wirs an!
Die Kultur des Internets ist nahezu identisch mit der Kultur der globalisierten Gesellschaft. Diese Entwicklung als basisdemokratische Chance zu begreifen, bedarf ein weites Umdenken im Umgang mit neuen Technologien. Darum und um viel mehr geht es auf Neokultur.de

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