“HMU” – was soviel heißt wie “hit me up” stand in diesem Jahr am häufigsten im User-Status. Facebook-Mitarbeiter Lars Backstrom veröffentlichte eine Trend-Analyse der Statusmeldungen von den 500 Millionen Facebook-User. Weder das “Bieber Fever”, noch die Fußball Weltmeisterschaft sind so oft im Status vertreten wie die eigene Langeweile. “HMU” soll zur Kontaktaufnahme auffordern und jemanden vor Langweile retten oder von der Arbeit abhalten. Die ganze Liste der Top Status Trends gibts hier: Mehr…
Zwei schwedische Journalisten, Bosse Lindquist und Jesper Huor, begleiteten Julian Assange insgesamt sechs Monate lang und brachten nun einen einstündigen Dokumentarfilm heraus. Wikileaks-Aktivisten wurden diesen Sommer interviewt, während sie die Irak-Dokumente aufbereiteten, die mittweile die US-Regierung in Aufruhr versetzte. Der Film gibts mittlerweile bei vimeo hier: Mehr…
Ein Forscherteam mag herausgefunden haben, dass gerade negative Beiträge die Foren belebt. Je emotionaler ein Thema oder nur ein Posting ist, umso mehr Beiträge hat ein Thread – Aktivität hänge direkt mit der Negativität zusammen. Um die Dynamik der Forennutzer zu untersuchen, durchforsteten die Wissenschaftler aus fünf Jahren insgesamt 250.000 Beiträge in über 100.000 Threads von 18.000 Nutzern. Mehr…
Das Verlangen nach der verbotenen Frucht: Warnhinweise auf Film- und Computerspielpackungen machen für Spieler die Artikel erst richtig interessant. Das will die Uni Erfurt und die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover nun festgestellt haben. Jugendliche sollen einen Drang haben, “eben gerade solche Titel zu nutzen, für die sie eigentlich zu jung sind”, behaupten die Experten. Dieses Phänomen dürfte weder neu noch überraschend sein, denke man an den “Parental Advisory”-Hinweis amerikanischer Tonträger, der vor unfläten Texten “warnen” soll und schließlich zur Kult-Auszeichnung wurde. Mehr…
Das umstrittene Computerspiel “1378(km)”, das schon Anfang Oktober erscheinen sollte, wird morgen in einer Präsentation nun doch veröffentlicht. Anschließend soll es eine Podiumsdiskussion geben, denn in dem Halflife-2-Modifikation schlüpft man in die Rolle von DDR-Flüchtlingen oder Grenzsoldaten, und darf versuchen zu entkommen bzw. andere auch mit der Waffe daran zu hindern. Wegen reflexartiger Empörung und “widerwärtiger” Medienberichterstattung, wie der Urheber selbst schreibt, wurde die Veröffentlichung zunächst abgesagt. Mehr…
Firmen nutzen Online-Adventskalender zum Daten sammeln bei Kindern. Fast immer müssen mehr Angaben hinterlassen werden, als eigentlich benötigt. Das hat die Verbraucherzentrale NRW festgestellt, indem sie insgesamt 18 Adventskaldender im Internet überprüfte. Für eine Gewinnbenachrichtigung reiche die E-Mail-Adresse völlig aus, die Stichprobe ergab aber, dass die Unerfahrenheit und Spielfreude der Kinder oft ausgenutzt werde, um an weitere personenbezogene Daten zu kommen. Mehr…
Tolle Trekkie-Tür: Ein amerikanischer Star-Trek-Fan holte sich mit einer luftdruckgesteuerten Schiebetür das Enterprise-Gefühl ins Eigenheim. Er baute eine Tür zu seinem Schlafzimmer, die auf Knopfdruck mit dem stilechten Zischen öffnet. Dieses Türerlebnis möchte er mit anderen teilen und veröffentlichte hier die Bauanleitung dazu. Im folgenden Video stellt er die Schiebetür vor Mehr…
“Don’t shoot the messenger for revealing uncomfortable news”, schreibt Assange in der australischen Zeitung. Der seit gestern in Großbritannien inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange verteidigt seine Enthüllungs-Platform weiterhin. So zitierte die Tageszeitung “The Australian” den 39-Jährigen, dass sein Projekt jetzt nach seiner Verhaftung “wichtiger denn je” sei Mehr…
Ein weiter Beitrag zur Säuberung unserer mit digitaler Gewalt vergifteten Kultur soll hier nicht vorenthalten werden: Das nach dem Amoklauf von Winnenden gegründete Elternbündnis entsorgte am Samstag medienwirksam die Ursachen, die die schreckliche Tat verantworten. Mehr…
Früher oder später musste es ja so weit kommen. Das Thema der gleichberechtigen Sprache schlummerte förmlich im Themenwust der relativ jungen Piratenpartei, die ohnehin schon viel zu sehr damit beschäftigt ist, ihr Positionsspektrum auszuweiten. Also war es eigentlich nur ne Frage der Zeit, bis das Gespenst des Feminismus den innerparteilichen Diskurs erreichte und die Bombe platzen ließ, indem der Parteitag eine explizite Gleichstellungsforderung ablehnte. “Pirat” sei eine geschlechtsneutrale Anrede. Prompt feuerte die Blogosphäre mit Empörung und beißenden Zynismus der aufgekommenen Forderung nach beidgeschlechtlichen Formulierungen entgegen. Diese Reaktion ist geradezu üblich für alle Gruppen, die reflexartig aufgrund des beißenden Sprachempfinden das generische Maskulinum bevorzugen und sich deswegen leider keine tieferen Gedanken machen über den Sinn einer gleichgeschlechtlichen (Schrift-)Sprache.
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