Verbote machen Computerspiele attraktiver
Das Verlangen nach der verbotenen Frucht: Warnhinweise auf Film- und Computerspielpackungen machen für Spieler die Artikel erst richtig interessant. Das will die Uni Erfurt und die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover nun festgestellt haben. Jugendliche sollen einen Drang haben, “eben gerade solche Titel zu nutzen, für die sie eigentlich zu jung sind”, behaupten die Experten. Dieses Phänomen dürfte weder neu noch überraschend sein, denke man an den “Parental Advisory”-Hinweis amerikanischer Tonträger, der vor unfläten Texten “warnen” soll und schließlich zur Kult-Auszeichnung wurde.
Filme und Spiele müssen seit 1. Juni 2009 noch strenger mit Alterskennzeichnungen versehen werden. Diese aber verfehlen nicht nur ihren Zweck – der Schuss geht sogar nach hinten los: Gerade wenn das Medium nicht für die Altersgruppe gedacht ist, steigt der Reiz danach. Auch kritisieren die Experten, dass die Altersbeschränkungen oft nicht den Entwicklungsstand der Jugendlichen entsprechen. Eine inhaltliche Begründung für die Kategorisierung, wie in anderen Ländern üblich, soll für kritische Eltern eine größere Hilfe sein.
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