Verbrennt die Killerspiele!
Ein weiter Beitrag zur Säuberung unserer mit digitaler Gewalt vergifteten Kultur soll hier nicht vorenthalten werden: Das nach dem Amoklauf von Winnenden gegründete Elternbündnis entsorgte am Samstag medienwirksam die Ursachen, die die schreckliche Tat verantworten.
Jeder Killerspielentsorger bekam ein Los, womit man ein Trikot der Nationalmannschaft mit Spielerunterschriften gewinnen konnte.
Auf die Suche der Ursachen machte sich schon der umstrittene politische Regisseur Michael Moore in seinem Dokufilm “Bowling for Columbine“. Demnach dürfe man in den Container in Stuttgart auch Bowlingkugeln hineinwerfen. Und da der Amokläufer von bekennder Opernfan war, sollten sich die scham- und pietätlosen Kulturkonsumenten solche Veranstaltung vorerst gefälligst meiden.
Alle gewaltfreien Bürger dürften sich aufgerufen fühlen, die Killerspiele zu entsorgen, die töten simulieren. Die da wären:
- Wasserspritzpistolen
- das Brettspiel Risiko (und natürlich andere gewaltverherrlichenden Weltkriegssimulationen)
- Holz- und Plastikschwerter (inkl. jegliche Faschingskostümierung mit Bewaffnung)
- Schachbretter ( wurde leider abgelehnt, da “Weil hier nur Bauernfiguren und keine Bauern getötet werden sollen.”, sagte ein Kulturbereiniger.)
Damit endet diese Aufzählung, da nicht jedes Spiel, wo gekillt wird, ein Killerspiel ist. (Aha!)
Leider sind Ursachen wie soziale Probleme nicht so direkt greif- und entsorgbar. Deswegen begnüge man sich doch bitte mit Counterstrike. Moment, dieses wird aber auch selten auf einem physischen Medium vertrieben, sondern ganz digital der Download bezogen! Ersatzweise möge man bitte demnach, seinen DSL-Router, die Festplatte oder doch lieber gleich den ganzen PC in die Tonne kloppen.
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