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Archiv für Oktober, 2008

T-Online legt Simonym das Handwerk

7. Oktober 2008 Keine Kommentare

Der rosa Riese von T-Online verbot dem zwar kommerziell aber idealistisch handelnden Anbieter den Verkauf von anonymen Prepaid-Karten simonym.com. Dieser wurde wegen dem “unberechtigten Vertrieb” von Prepaidkarten von einer beauftragten Anwaltskanzlei abgemahnt, welche dafür nun die Kosten in Höhe von 1379 Euro haben.

Mein Angebot hat bei weitem nicht so viel an Gewinn abgeworfen, dass diese Kosten ohne weiteres bezahlt werden könnten. Für mich ist es damit nicht mehr möglich, dieses Angebot weiterhin zu betreiben. Es wäre aber ausgesprochen wünschenswert, wenn die Rechtslage für etwaige Nachfolger geklärt werden würde, um ein gewisses Maß an Rechtssicherheit zu erlangen, weswegen gegen den Mahnbescheid Widerspruch erhoben werden wird, damit T-Mobile Klage erheben muss.”
(Betreiber Norbert Auler gegenüber gulli.com)

T-Online begründete die Forderung nach einer Unterlassungserklärung, da “der Verkauf der ungenutzten SIM-Karten auf gewerblicher Basis durch Dritte nicht legal” sei, ohne vorher um Erlaubnis zu bitten. Laut den rosa AGBs sei eine anonyme Nutzung des Prepaid-Dienstes nicht erlaubt, da die Personendaten dem Konzern bekannt sein müssen. Es könne durch die fehlende Zuordnung der Adressen zum missbräuchlichen Verhalten der anonymen Nutzer kommen, angefangen von belästigenden Anrufen bis hin zur Vorbereitung terroristischer Handlungen.

Soll heissen, wer anonym handelt, muss ja illegal handeln!

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Keine GEZ-Gebühr für private Internetrechner

7. Oktober 2008 Keine Kommentare

Ein Münsteraner Student klagte gegen die 5,52 Euro Rundfunkgebühr, die für seinen Computer entrichtet werden müssten, und bekam vom Verwaltungsgericht recht. Dieses entschied, dass allein der Besitz eines internetfähigen PCs nicht für den Einzug von Rundfunkgebühren ausreicht. Das Verwaltungsgericht stützte sich hauptsächlich auf eine Studie, die besagt, dass lediglich 3,4 Prozent der Internetnutzer und lediglich 2,1 Prozent der Gesamtbevölkerung  täglich per Internet Radio hört. Es könne nicht bei fast universell nutzbaren elektronischen Geräten eine allgemeine Gebührenpflicht angenommen werden, auch wenn neure Handys oder gar internetfähige Kühlschränke technisch zum Empfang in der Lage sind.

Der WDR hielt dagegen, dass allein beim Bereithalten eines Gerätes mit der Möglichkeit des Rundfunkempfangs die Gebührenpflicht greift. Er kann gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil Widerspruch einlegen.

Homer beweist: Wahlcomputer sind gefährlich!

5. Oktober 2008 Keine Kommentare

Dass Wahlcomputer manipulierbar sind und weder Zeit noch Kosten sparen, ist ja ein alter Hut. Satire hat den Vorteil, dass sie oft mit einer Nagel-auf-dem-Kopf-treffenden Einfachheit die Kritik rüberbringt. Ein exzellentes Beispiel sind dafür die Simpsons. Man gebe sich diese Episode mit Homer beim wählen

Dorfbewohner verlegen DSL-Leitung selbst

5. Oktober 2008 Keine Kommentare

200.000 Euro war dem 600 Seelen Dorf Waldstetten (Neckar-Odenwald-Kreis) zu teuer für den DSL-Anschluss, also griffen die Bewohner selbst zur Schaufel und hebten mit Hilfe eines Bauunternehmes selbst einen 2,2 Kilometer langen Graben aus. Die Gemeinde Höpfingen, zu der der Ort gehört war nicht die Kosten zu zahlen, somit hätten es die Dorfbewohner selbst zahlen müssen. “Man kann die Bevölkerung gut motivieren, wenn man ein Ziel vor Augen hat”, sagte Ortsvorsteher Helmut Hartmann. Rund 50 Einwohner im Alter von 12 bis 78 beteiligten sich an den Arbeiten. Diese sparten mit ihrer Aktion immerhin 90.000 Euro. Die restlichen 110.000 Euro übernimmt die Telekom, sofern mindestens 115 Haushalte dort einen DSL-Anschluss für zwei Jahre bestellen. 90 Verträge wurden bereits abgeschlossen.

Derzeit gibt es über 14 Mio. Breitbandanschlüsse in Deutschland, die meisten davon ADSL. Noch immer gibt es ca. 1 Mio. willige Nutzer, die mangels Leitung kein DSL bekommen können. Viele Internetdienste sind nur für einen Breitbandanschluss anständig nutzbar. ISDN- oder Modem Nutzer haben hierbei kaum Chancen mitzuhalten.  Im Jahr 2003 hat sogar der Provider Strato gegen die Telekom eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Hamburg erwirkt. Diese darf nicht mehr mit der Aussage werben, dass “ca. 90% aller Haushalte” anschließbar sind. Strato behauptete, dass ca. 30% der Telefonanschlüsse nicht breitbandfähig sind.

(via SWR.de & kein-DSL.de)

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“Politisch korrekt” zocken mit Pandora

4. Oktober 2008 Keine Kommentare

Noch im diesem Jahr soll die Linux Spielkonsole “Pandora” erscheinen. und kann ab sofort vorbestellt werden. Der Handheld, der wie ein mutierter Nintendo DS mit einer Tastatur wirkt, ist mit einem 600Mhz schnellen Prozessor, 128MB RAM, WLAN, einer USB Schnittstelle und einem 4,3 Zoll großem LCD Bildschirm ausgestattet. Zudem soll ein Slot für SDHC-Speicherkarten, ein TV-Ausgang und ein Akku mit 10+ Stunden Laufzeit vorhanden sein.

Wegen dem OpenSource Betriebsystem und den verfügbaren Hardware-Treibern und Entwicklungswerkzeugen wird sich die Homebrew-Szene über das Gerät freuen, die ein umfangreiches Softwareangebot garantieren wird. Für sämtliche andere Spielkonsolen existieren bereits Hardware- und Software-Hacks, meist zum Ärger der Hersteller, die ihr Softwaremonopol für die Geräte nicht aufgeben wollen. Für die Playstation Portable sind von Bastelfans bereits zahlreiche alternative Betriebsysteme (sog. custom firmwares) entwickelt worden, die nicht nur den Funktionsumfang der PSP erweitern, sondern auch kopierte Spiele per MemoryCard starten.

Der Hersteller OpenPandora möchte mit der Massenproduktion aber erst im Jahr 2009 starten.

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Musiker gründen eigenen Interessensverband

4. Oktober 2008 Keine Kommentare

Die digitale Revolution kommt langsam auch bei den Künstlern an. Mehrere britische Kündler gründen ihre eigene Interessensvertretung. Mit der FEATURED ARTISTS COALITION möchten namhafte Musiker wie Robby Williams, Radiohead oder Iron Maiden der Plattenindustrie Kontra geben und mehr Rechte an ihrer eigenen Musik zurückgewinnen. Das Urheberrecht soll künftig nur noch an die Labels vermietet werden.

“Es ist an der Zeit, dass die Künstler eine gemeinsame, starke Stimme haben und ihre Interessen verteidigen”, so Brian Message, Ko-Manager von Radiohead und Kate Nash.

Der Vertrieb der Musik per Internet soll besser genutzt und ausgebaut werden, anstatt mit Repression bekämpft werden. Mit einem attraktiverem Angebot sinkt auch die illegale Verbreitung digitaler Musik. Noch immer profitieren hauptsächlich die Plattenfirmen erheblich mehr als die Künstler selbst.

“Digitale Technologie gibt den Künstlern die Möglichkeit, Kontrolle über ihre Zukunft zu gewinnen – es ist an der Zeit, diese Chance zu ergreifen”, sagte Verve-Manager Jazz Summers.

(via futurezone)

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17 Millionen T-online Daten geklaut

4. Oktober 2008 Keine Kommentare

Erneuter Datenskandal. Der Telekom sollen über 17 Millionen Datensätze von Handy-Kunden gestohlen worden sein. Es sollen Verbindungsnummern der T-Mobile-Kunden mit Namen, Anschrift, Geburtsdatum und teilweise auch den Mailadressen enthalten haben. Darunter viele Prominente aus Kultur und Gesellschaft wie Hape Kerkeling oder Günther Jauch, ebenso wie Geheimnummern und Privatadressen von “bekannten Politikern, Ministern, Ex-Bundespräsidenten, Wirtschaftsführern, Milliardären und Glaubensvertretern, für die eine Verbreitung ihrer Kontaktdaten in kriminellen Kreisen eine Bedrohung ihrer Sicherheit darstellen würde”, wie Spiegel Online berichtet.

Der Datenklau soll sich bereits 2006 ereignet haben. Die Öffentlichkeit sei aber erst jetzt darüber informiert worden, da “die Täter dingfest gemacht werden sollten”, so die Staatsanwaltschaft. Die Täter sind bis heute noch nicht gefasst und auch ein Schaden soll bis jetzt entstanden sein.

Siehe auch: “Na, immernoch nichts zu verbergen?

(via KSTA, Spiegel, Gulli)

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Na, immernoch nichts zu verbergen?

4. Oktober 2008 1 Kommentar


"Datenschutz ist Täterschutz" lautete die Message eines TV-Berichts der Redaktion "Report München" vom Bayerischen Rundfunk.  Wenn man die Aufklärung von Vergewaltigungen und vielen Morden erheblich vereinfacht, in dem man selber sprichwörtlich die Hosen runterlässt. Datenpannen am laufenden Band sind zwar freilich nicht so prickeld, scheint das Opfer aber wert zu sein, möge man der Argumentation von "Report München" folgen. Die gleiche Redaktion übrigends entdeckte eine Panne in der Software von Meldebehörden, wobei alle(!) Meldedaten frei im Internet einsehbar waren (Bericht auf YouTube). Ein Skandal des Datenklaus von vielen. Es wird zwischen "böser" Datensammelwut der Wirtschaft und berechtigter Datenerhebung des Staates unterschieden. "Big Brother lauert eher in der Privatwirtschaft als bei Vater Staat. Der Staat ist sauber, Teile der Privatwirtschaft leider überhaupt nicht", so der SPD-Politiker Dieter Wiefelspütz und reicht den Schwarzen Peter mal brav der Wirtschaft weiter. Dass aber der Staat alles andere als sauber ist, belegen die mindestens genauso häufigen Pannen.

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