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Jamendo: Freie Musik in höchster MP3 Kultur!

Es ist so einfach wie genial, Jamendo.com – ein Portal für freie Musik, die ausschließlich unter Creative Commons Lizenz veröffentlich wird. Bequem kann man durch die Alben stöbern, sie direkt anhören und auch per eMule oder Bittorrent Client in akzeptabler MP3 Qualität (192kbit/s) runterladen. Alternativ wird das Freie Audiformat Ogg-Vorbis noch angeboten – es mangelt also an nichts! Natürlich variieren auch hier wieder die CC Lizenzen, während einige Künstler keine Derivate erlauben, sind viele Werke aber auch zur Weiterverwertung freigegeben. In jedemfall bleibt die Musik aber kostenlos nutzbar und vorallem legal in jeder Hinsicht!

Natürlich gilt es unter den mittlerweile 2000 Alben die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Freiheit hat auch hier ihren Preis, nämlich die Qualität vieler Werke. Technisch ist die wohl fast immer auf höchsten Niveau, jedoch musikalisch stöbert man ziemlich lange nach Musik, die einen dann wirklich begeistert. Auch fällt sofort auf, dass ein Großteil der Alben aus Frankreich kommt, was sich auf den Anteil französischsprachiger Musik auswirkt. Es mag in Einzelfällen recht originell und nett sein, doch oft muss man sich durch Tonnen von “chansons” wühlen, aber trotzdem macht es Spass und das Gefühl des musikalischen Schlaraffenlandes wird geweckt.

Das Communityprinzip rundet das sympathische Musikportal ab. Es können Rezensionen zu den Alben geschrieben werden, ebenso existiert ein Forum zum Austausch von Nutzer, Künstler und Portalbetreiber! Viele Neuheiten, wie zum Beispiel das Jamendoradio, werden zunächst nur auf französisch angeboten, wobei die Macher im Übersetzen oft recht fix sind. Jamendo selbst beschreibt sein Angebot folgendermaßen und trifft es damit auch auf den Punkt:

Jamendo ist die einzige Platform, die Folgendes miteinander verbindet :

* Einen rechtlichen Rahmen, der die Interessen der Künstler schützt (dank der Creative Commons Lizenzen).

* Kostenloser, einfacher und schneller Zugang zu Musik für jeden. * Neueste Peer-to-Peer Technologie

* Die Möglichkeit dem Künstler direkt zu spenden.

* Ein anpassungsfähiges Musikempfehlungssystem basierend auf iRATE, um den Hörern das Entdecken neuer Künstler zu ermöglichen, bezogen auf ihren Geschmack und andere Kriterien wie z.B. ihrem Wohnort.

Eins hat Jamendo zumindest geschafft: Dem Nutzer das totale “Freiheit und Freibier”-Gefühl der Filesharingbörsen wiederzugeben, eben das totale, ohne die Befürchtungen, die Phonoindustrie mitsamt Lobby stets im Nacken zu haben. Man kann sich sicher sein, dass man im Gegensatz zu vielen anderen “kostenlosen” Webportalen mal nicht mit irgendeinem teuren Premiumangebot penetriert wird.
Wünschenswert wäre, dass dieses Prinzip Nachahmer findet.

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  1. Socke
    10. Januar 2007, 10:47 | #1

    Und was will uns der Autor damit sagen? Das doch alle Musikgruppen uns bitte ihre mühseligen Werke zur Verfügung stellen sollen und die böse, böse Musikindustrie umsonst arbeiten soll? Mit der Option “die Möglichkeit dem Künstler direkt zu spenden”… was der Autor sicherlich sein Leben lang noch nicht getan hat.
    Für neue Künstler sicherlich eine gute Möglichkeit schnell Zuhörer ohne unnötige Knepelveträge zu erreichen. Bei wachsenden Erfolg wird dann aber auch schnell Schluss mit der Pseudo-Freiheit sein für den Autor, die natürlich der paranoiden Freibier-Ideologie angehört.
    Sieht so aus also um den Autor einfach nur das nötige Kleingeld fehlt, die seit Jahren konstanten CD-Preise zu aktzeptieren!

  2. 10. Januar 2007, 15:56 | #2

    Der Autor will uns hier sagen, dass es freie, kostenlose und gute Alternativen an musikalischen Kulturgütern gibt, ohne die konventionellen (hier) zu verteufeln!

    Da ich hier noch garnicht gegen die Musikindustrie polemisiert habe, sondern lediglich das Webportal kurz vorgestellt habe, wunderts mich, dass “der Kommentator” hier gleich aufs Zahnfleisch geht und

    “Der Autor” ist weder Anhänger IRDGENDEINER Ideologie und gibt sein Geld für andere Dinge aus, wenn er aus dem Netz (legal) seine Kulturgüter umsonst bzw. für wenig Geld beziehen kann.

    Ich verurteile keinen Künstler, der in die “traditionelle” Musikindustrie abwandert – im Gegenteil, ich verstehe nicht, warum dann Schluss sein soll mit der Pseudo-Freiheit… ja überhaupt warum sie Pseudo sein soll.

    Verwechsle bitte nicht den Artikel “drüber”… und meine schon garnicht, aufgrund mehreren Texten “dem Autor” hier ein ideologisches Profil erstellen zu können. Denn wenn du wüsstest, wovon du redest, würdest du auch die ein oder andere “Freibier Ideologie” verstehen.

    Die Freie Software machts uns vor, wie man qualitativ hochwertige Proodukte ohne kommerzielle Rückenstärkung erstellen kann. Das dies funktioniert, widerspricht quasi all deinem Denken.

  3. Socke
    10. Januar 2007, 21:48 | #3

    Freie Platformen etc. funktioniert nur solange sie außerhalb des Konsumkreislauf als Nischeneffekt existieren können bzw. überhaupt wollen. Da der Markt ein selbstregulierendes System ist, es also keine Außenwirkung gibt, steuert er sich also selbst. Das geht nur solange die beiden Seiten Produktion und Konsum sinnvoll nebeneinander existieren. Die Arbeit die hinter einem Produkt schafft einen gewissen Wert des Produktes. Wert wird gemessen an der Arbeitszeit die dahinter steckt. Wird auf dem Markt etwas getauscht wird folglich der Wert miteinander verglichen. Investiert einer nun mehr Arbeitszeit ins Produkt als der andere, geht der Produzent höherwertiger Produkte pleite. Wer fünf Stunden Arbeitszeit gegen drei Stunden tauscht, verschenkt zwei. Zusätzlich müssen die Produkte um Wert zu erhalten eine gewisse Knappheit besitzen. Zum Glück behalten sich Musiker noch das Recht vor ihre Noten etc. für sich zu behalten und es noch kein Geschrei nach freien Note, Tabs etc, gibt! Dadurch steigert sich der Wert des eigenen Produktes.

    Ist ein Produkt besser als das andere, muss die Konkurrenz ihr eigenes Produkt verbessern um nachzuziehen.
    Als diese Voraussetzungen sind notwendig um qualitativ hochwertige Produkte zu erhalten. Das der Kommerz diesen Bogen teilweise weit überspannt hat steht natürlich nicht zur Frage.
    Das freie Platformen das ganze System aber umkehren und meiner Meinung nach somit zu immer minderwertigeren Produkten führen ist die eigentlich logische Konsequenz.
    In Vordergrund steht die individuelle Interessiertheit und der individuellen Selbstentfaltung. Freiwilligkeit und nützliches Tun kann man nicht kaufen, jedenfalls nicht auf Dauer. Da die Wertschätzung aber auf Freiwilligkeit der Konsumenten besteht, findet kein Wertekreislauf statt. Letztendlich bleibt also entweder die Band oder der Konsument auf der Strecke. Die Band da ihr Bemühen (Anschaffen von Instrumenten, Unterricht, etc) nicht entsprechend langfrisitg entlohnt werden wird oder der Konsument der auf Gutdünken der Bands hoffen muss, irgendwann mal ein neues Album etc zu erhalten, gibt es keinen Anreiz qualitivhochwertiges zu schaffen um entsprechend entlohnt zu werden. Der Konsument erhält also Abseits des Wertesystems Ware die von keinem Markt-Nachfrage-System gesteuert wird. Also Minderwertiges.
    Fazit: Kostenlose Musikplatformen sind auf Dauer genauso zum Scheitern verurteilt wie kommerziell hochgezüchtete Massenware.
    Löblich finde ich das auch erfolgreiche (!) ITunes, bei dem das Preis-Leistungsverhältnis passt. Und danach wird langfristig immer gewertet. Alternative einstmal kostenloses geht in Kommerzielles über und der Konsument springt wieder aufs neue kostenlose um, was das kommerzielle zu nichte machen würde. Hurra, für alle Freibierler, aber irgendwann ist jedes Fass leer.

  4. 13. Januar 2007, 17:01 | #4

    Ich halte es nicht nur für kurzsichtig sondern auch für überflüssig, nun das ganze aufgrund dem Prinzip einer Marktwirtschaft zu diskutieren. Man merkt deutlich dass Du nicht differenziert an die Sache herangehst, sondern aufgrund deinem BWL-Wissen dazu neigst, alles in ideologische Schubladen steckst.

    Von daher lasse ich deine unnötig langen Ausführungen mal so stehn.

    Auch wenn das Freibier leer ist, die Freiheit bleibt.

    Gruß,
    E.

  5. Socke
    14. Januar 2007, 12:46 | #5

    Je weniger ich benötige, um frei zu sein, um so freier bin ich. (Mitsch).

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