CopyWHAT?! Teil 1: Copyright
Das mit dem Kopieren im Internet und digitalen Elementen allgemein ist ja so ne Sache. Keiner darfs, jeder machts… könnte man sagen! Aber gerade als “junger” Webmaster befasst man sich mit so urtrockenen sowie widersprüchlichen aber wichtigigen Dingen wie das Urheberrecht, Verwertungsrecht und allmöglichen Lizenzen – allem voran das Copyright. Was liegt also näher, das ganze zu thematisieren.
Das Urheberrecht, das ohnehin, wie der Name schon sagt, jedem Urheber eines Werkes zusteht und automatisch nach Schaffung rechtlich greift. Das allbekannte Copyright Zeichen © weist ausdrücklich auf die bewahrten Rechte hin, ist aber heute nicht mehr notwendig extra hinzuzufügen um ein Werk zu schützen. Grundsätzlich ist auch im Internet, jeder Text, jedes Bild, jeder Quellcode urheberrechtlich geschützt und darf in keinster Weise einfach so – auch in Auszügen irgendwie kopiert werden. Die Ausnahme ist bei Texten natürlich das Zitat. Dabei muss eindeutig die Quelle angegeben sein und das Zitat muss als solches erkennbar sein. Ein aus Zitaten zusammengefügter Text wäre da schon problematisch.Bei Bildern (und Grafiken allgemein) im Internet sieht das schon ganz anders. Während in den Neunzigern ganze private Homepages im steilen Aufwind des Internets mit lustig bunten sich bewegenden “Gif-Animationen” und sonstwie bunten Homepage Elementen zugepfropft waren, wuseln heutzutage Massen von Anwälten im Internet, die mit Abmahnungen private Homepagebetreiber mit Dollar-Zeichen in den Augen abmahnen. Es gibt zwar das sogenannte “Bildzitat”, da muss aber neben den üblichen Formen eines jeden Zitates auch ein triftiger Grund vorhanden sein, das bestimmte Bild zu verwenden. Es geht also nicht, dass ich ein selbstgemachtes Bild einer Person “zitiere”, um der ganzen Welt im Internet zu beweisen, welche schlimme Hackfresse der Mensch doch hat. Bei diesem Beispiel würde man obendrein auch noch gewisse Persönlichkeitsrechte von Portraits o.ä. verletzen In der Regel ist das Bildzitat sehr zweifelhaft und bei derzeitigen gesunden Paranoia, die man im Internet haben muss, würde ich mich nicht darauf verlassen… geschweige denn auf darauf verweisen.
Ebenso darf man bei eBay aufpassen, was man wie verkauft. Text muss eindeutig der eigene sein, das Bild sowieso und WAS man da WIE anbietet, muss sowieso bedacht werden. Hier ist auch die “Konkurrenz” wachsam. Oft schon ist es vorgekommen, dass einigen privaten Verkäufern ein “gewerbliches handeln” vorgeworfen wurde. Hier ist aber leider oft der umgekehrte Fall die Realität. Viele Verkäufer geben sich als Privatverkäufer aus um sich vor den Gewährleistungen des Käufers zu drücken. Solche erkennt man aber leicht, indem man sich die Fülle der angebotenden Ware anschaut. Rechtlich ist es gerade bei eBay sehr zweifelhaft, wann jemand wirklich gewerblich handelt und wann nicht. Oft entscheidet die Intensität der Verkäufe darüber. Genaugenommen handelt derjenige gewerblich, der etwas einkauft, um es mit Gewinn wiederzuverkaufen.Das mit Argusaugen bewachte, antianonyme Internet scheint wie ein Graus für jeden kleinen, “nichtkommerziell handelnden” User, der sich oder seine Homepage lediglich mit der Fülle an Medien aus dem Internet bereichern möchte.
Klar hat das Copyright seinen Sinn und Zweck. Wer möchte schon, dass sein Werk kopiert, missbraucht und/oder vermarktet wird? Das Internet aber, indem sich Informationen rasend schnell verbreiten und den allgemeine Austausch von Kultur – sei es Musik, Meinung, Kunst und was auch immer – erst so richtig global möglich gemacht hat, scheint wohl nicht so richtig mit dem Copyright zusammenzupassen. Das alte Prinzip hat quasi ausgedient. Mehr dazu im zweiten Teil hier!
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